…der Herr von Größenwahn

Da sitzt am Bosporus der böse Herr von Größenwahn,
Ist ganz, ganz schnell beleidigt wie ’ne Leberwurst.
Er träumt von einem Reich wie das von Dschingis Kahn,
Getrieben wird er nur von Macht- und Rachedurst.

Wird er kritisiert, fängt er an zu sabbern und zu fluchen,
Da spuckt er rum in seinem Tausendzimmerhaus,
Da kann ein jeder nur ganz schnell das Weite suchen,
Der dreht dann durch, man denkt, der vögelt glatt ’ne Maus!

Er liebt die Tiere, vor allem Schafe, mehr als Menschen,
Denn diese gehorchen einem Hammel ohne Grund,
Folter und Zensur geh’n ihm ganz leicht vom Händchen,
Ein falsches Wort, Du bist im Knast zur selben Stund!

Er mag die Tanzbär’n oder Menschen mit ’nem Nasenring,
Führt sie voll Inbrunst doch so gerne an der Nase rum.
Fairness und gar Anstand sind wirklich nicht sein Ding,
Das weiß man längst, doch geht gelassen weiter mit ihm um.

Es ist jetzt Zeit, dass man ihn in seine Schranken weist,
Den Herrn von Größenwahn in seinem Übermut.
Einer, der da handelt als sei er doch schon frühvergreist,
Tut weder seinem Volk noch dessen Nachbarn gut.

Noch eins, man macht sich nicht gemein mit den Despoten,
In keinem Fall, wenn man ein echter Demokrat sein will.
Da gibt es nichts, ja gar nichts, irgendwie noch auszuloten,
Da bezieht man Stellung und hält den Mund nicht still.

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