Es sind die stummen Schreie…

Es sind die stummen Schreie…

Es sind die ganz, ganz stummen Schreie,
Die man manchmal von sich selbst vernimmt.
Sie hängen da in Deiner Seele in der allerletzten Reihe,
Sind für so lautes Reden einfach nicht bestimmt.

Sie sind oft wie einer Kerze letztes Leuchten,
Nein, noch schwächer, nur ein Glimmen noch.
Und darum kriegen sie nicht, was sie bräuchten,
Ohren müssten sehen können, sie hör’n jedoch.

Diese leisen, ja fast flüsternd stummen Schreie,
Die ganz tief in Deiner Seele niemals schweigen,
Suchen voll Verzweiflung ihren Weg ins Freie,
Um Dir, was Du jetzt wirklich brauchst, zu zeigen.

Du hörst die Schreie nicht, Du musst sie sehen,
In Deinen eignen Augen malen sie die Bilder,
Die Dich für Dich um Aufmerksamkeit anflehen,
Hilf Dir doch, sei zu dir selbst ein bisschen milder.

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