Nächster Hafen

Nächster Hafen

 

Wenn die Wogen der Ideen mein Gedankenmeer mit voller Kraft durchwühlen,
Muss ich an Land, brauch festen Grund, um sie zu zähmen und mich zu entscheiden.
Es wird dann Zeit, sich auszuruhn vom harten Kampf mit seltsamsten Gefühlen,
Dann such ich mir den nächsten Hafen, nur um zu schlafen, nicht um zu bleiben!

Wenn Gedankenstürme die Gefühle mit Kraft so ganz und gar zerreißen wollen,
Brauchts mehr als nur ein Reff, den Teufel in mir wirklich zu entlarven.
Ich muss dann konsequent sortieren, den guten Dingen Achtung zollen
Und such mir dann den nächsten Hafen, nicht um zu bleiben, nur um zu schlafen.

Wenn in den Kreuzseen der Gedanken ich und ich mit voller Wucht zusammenprallen,
Weil sich das Du-ich und das Ich-Ich ständig von der falschen Seite zeigen,
Dann wird es hohe Zeit, irgendwo da weit am Horizont an Land zu fallen,
Ich suche mir den nächsten Hafen, um kurz zu schlafen aber nicht, um dort zu bleiben.

Aber dann, wenn meine Träume wie ein lauer Südwind sanfte Wogen streifen,
Und sie ’s Gedankenchaos als einen großen Sturm im Wasserglas noch nicht einmal bestrafen,
Werde ich bestimmt mit ganzer Kraft und Konzentration den richt’gen Kurs ergreifen,
Ich such mir einen sichern Hafen, um dort zu bleiben, zu träumen und auch zu schlafen.

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