Alle Beiträge von Bernd Thye

Dipl. Designer AGD Kommunikationswirt Marketing- und Unternehmensberater Journalist CEO bei fibio GmbH

Der Moment

Der Moment – eine Betrachtung – aber nur für einen Moment!

Als Moment bezeichnen wir ein kurzes Zeitintervall. Aber was ist kurz, was ist lang? In der Einsteinschen Definition von Zeit und Raum kann jeder Moment zur Ewigkeit mutieren. Vom lateinischen movere, was bewegen bedeutet, abgeleitet, ist der Moment ohnehin keine statische Zeitdimension, sondern ein im Kontext seines Seins sich entwickelnder Ablauf. Trotzdem sind es eben die Momente, die unsere Aufmerksamkeit erfahren, weil wir sie über den zeitlichen Raum ihres Geschehens hinaus vor allem mit der Intensität oder der Außergewöhnlichkeit ihres Ablaufs verbinden. Vor allem aber verbinden wir Momente häufig mit der Intensität ihrer emotionalen Kraft auf uns. Momente unendlichen Glücks – man bemerke den Widerspruch – oder grenzenloser Trauer – auch hier die scheinbar unpassende Dimension – graben sich ein und werden zur permanenten bzw. immer wiederkehrenden und nicht nur momentanen Reflexion des Erlebten in uns. Neben bewegen hat movere auch die Bedeutung von entstehen und so haben Momente auch immer etwas Gebärendes. Der Moment bedarf zu seiner Existenz der Aufmerksamkeit und führt allein damit mindestens zu einer Form innerer Kommunikation. Er ist eine scheinbar abgeschlossene Dimension, dabei liegen sein Anfang und Ende immer in der Bestimmung des ihn Betrachtenden. Konsequenterweise aber erhält er eben gerade dadurch seine zeitlich Un- bestimmtheit, da der reflektorische Umgang mit ihm zwangsläufig zur Erweiterung mindestens der zeitlichen Dimension führt. Inter- essanterweise erleben wir den Moment auch nicht momentan, da wir letzteres als zeitlichen Ablauf unserer Gegenwärtigkeit empfinden, Momente als zeitliche Beschreibung aber im Kontext ihrer chrono- logische Einordnung zu verstehen sind, also auch zukünftig sein können. Nur ein Augenblick, ein Weilchen oder eine Weile – das entscheidet sich manchmal erst im Moment der Betrachtung des Moments. Augenblicklich wird entschieden über die chronologische Länge eines Moments, gegenwärtig, also momentan! Ist das der entscheiden- de Moment für das Sein des Moments auch in seiner zeitlichen Dimension? Der Moment ist eben so relativ wie seine Realität nur relativ absolut ist. Er ist da, aber nicht zu fassen und ändert seine Realität mit seiner Beschreibung, Erfahrung oder Rezeption. Heinrich Böll wird immer wieder der Ausspruch zugeschrieben: „Ich bin ein Clown, ich sammle Momente“. Die Hauptfigur in „Ansichten eines Clowns“, Hans Schnier aber sagt: „Ich bin ein Clown, ich sammle Augenblicke“. Der Augenblick kann sehr wohl ein Moment sein, aber nicht jeder Moment ist nur ein Augenblick, denn seine Dimension erhält der Moment immer aus dem Geschehen einerseits und seiner Rezeption andererseits. Aber all das ist auch nur eine momentane Betrachtung!

Ungerecht

Die Welt ist ungerecht!

Okay, nicht alle Dinge können gleich verteilt sein und nicht alle Menschen verfügen über die gleichen Talente. Aber es ist doch höchst ungerecht, dass in erster Linie diejenigen,
die es gar nicht verdient haben, ihr Brett vorm Kopf auch als Frühstücksbrettchen nutzen könnten und das noch nicht einmal wissen!

Ist doch mal wieder typisch: Luxus für die, die ihn gar nicht nötig haben!

Pegida Anhänger gedemütigt

PEGIDA Anhänger gedemütigt.

An der A2 kurz hinter Bad Eilsen sollen eine Reihe verstörter Pegida-Anhänger weinend herumsitzen. Psychisch schon sehr angeknackst durch den für sie doch ach so frustrierenden Aufenthat im bunten Bielefeld, wo sie ihre Mission der Abendlandsrettung auch nicht im Ansatz beginnen konnten, suchten sie Trost bei einer stählernen Leitplanke der BAB 2, die ihnen – allerdings relativ gefühllos – ein paar Sitzplätze überließ. Doch eine erneute Schmach ließ nicht lange auf sich warten. Wieder mussten sie sich demütigen lassen! Vorbeifahrende Flüchtlinge warfen ihnen aus ihren Luxuskarossen heraus einige nicht mehr ganz frische Butterbrote zu. Als besonders schlimm wurde es empfunden, dass es sich dabei auch noch um orientalisches Fladenbrot handelte. Ein mit germanischen Befindlichkeiten und abendländischen Neurosen vertrauter Druide ist bereits zur psychologischen Notfallversorgung unterwegs.
Ernsthafte Sorgen machen sich indessen die Sicherheitskräfte, da die mittelantarktische Pinguin-Befreiungs-Front (PBF) mit dem überfrieren der Häuser von Sprechern der PEGIDA gedroht hat. Sollte es also zu lokal begrenzten Kälteeinbrüchen kommen, sind die Ordnungskräfte umgehend zu verständigen. Trotz der prekären Bedrohungslage ist man allerdings guten Mutes, einem solchen Anschlag angemessen begegnen zu können. Die Kollegen der britischen Hauptstadt sind – gegen die Zusage, dafür aus der EU entlassen zu werden – bereit, ihren Tower zur Verfügung zu stellen.

 

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Viva Bavaria

Bayern München bekennt sich zum Schiffschaukeln!

Neues Geschäftsmodell in der Bundesliga.

Vereine mit großem Zuschaueraufkommem haben sich zu einem Pool zusammengeschlossen und bieten den von nur wenigen Zuschauern frequentierten Vereinen ihren Anhängerverleih an. Über die Konditionen wird noch gestritten, auch darüber, ob die so angebotenen Anhänger nach Ausstattung und Herkunft unterschiedliche Preise haben sollen. Ebenso ist noch nicht geklärt, ob die Anhänger jeweils geholt oder gebracht werden oder ob sie an noch einzurichtenden Rücknahmestationen abgegeben werden können.

Es sollen auch wetterfeste Ausführungen mit Friesennerz in Vereinsfarben gegen Aufpreis buchbar sein.

Neuste Meldungen besagen nun, dass Bayern München aus diesem Pool ausscheiden will, weil man sich mit den Investoren der Bavaria-Werft geeinigt habe, sich zukünftig BAVARIA München zu nennen. Man glaubt, einerseits so noch mehr Oberwasser zu bekommen und natürlich stellt man seine überschüssigen „Anhänger“ dem neuen Sponsor gern als Trailer zur Verfügung! ?

Neues Geschäftsmodell

Neues Geschäftsmodell in der Bundesliga.

Vereine mit großem Zuschaueraufkommem haben sich zu einem Pool zusammengeschlossen und bieten den von nur wenigen Zuschauern frequentierten Vereinen ihren Anhängerverleih an. Über die Konditionen wird noch gestritten, auch darüber, ob die so angebotenen Anhänger nach Ausstattung und Herkunft unterschiedliche Preise haben sollen. Ebenso ist noch nicht geklärt, ob die Anhänger jeweils geholt oder gebracht werden oder ob sie an noch einzurichtenden Rücknahmestationen abgegeben werden können.

Es sollen auch wetterfeste Ausführungen mit Friesennerz in Vereinsfarben gegen Aufpreis buchbar sein.

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Der eingebildete Kranke

Simulieren ist kein Kavaliersdelikt!

Es gibt Formen von physischen und psychischen Krankheiten, die sehr schwer zu diagnostizieren sind. Die wirklich Betroffenen leiden, teilweise auch eben deshalb, weil ihre Krankheit als Einbildung angesehen wird, teilweise, weil es für Außenstehende nicht nachvollziehbar ist.

Allerdings ist es auch gerade das teuflische bei derartigen Krankheiten, dass sich, eben wegen der sehr schwierigen Diagnose, manche Zeitgenossen und Zeitgenossinnen sich diese einfach „zulegen“ ohne wirklich betroffen zu sein. Da gibt es Leute, die in psychiatrischer Behandlung befinden, weil sie angeblich in keinen Supermarkt mehr gehen können, lassen aber keine Party aus. Da klagen Menschen über Rheuma und Fibromyalgie und brüsten sich damit, wie sie auf diese Art zu einer Berufsunfähigkeitsrente gekommen sind.

Das ist eben auch der Fluch des Internets: Man kann sich für jede Krankheit die Symptome anlesen. Wie glücklich wär Molieres „eingebildeter Kranker“ gewesen, hätte ihm dieses Instrument zur Verfügung gestanden. Und so gibt es derzeit im Gesundheitswesen immer mehr Scharlatane auf beiden Seiten. Die einen bieten nutzlose Mittel und Therapien an, um sich den Geldbeutel zu füllen und die anderen simulieren höchst gekonnt, um nicht arbeiten zu müssen.

Die Dummen sind wie immer die ehrlichen auf beiden Seiten. Ärzte und Therapeuten, die sich nach allen Kräften und dem ganzen Wissen ihrer Berufe mühen und wirklich Betroffene, die wegen solcher Eskapaden unter anderem lange auf einen dringend benötigten Therapieplatz warten müssen. Und, was mindestens genauso schlimm ist, den wirklich Leidenden wird ihre Krankheit oft nicht mehr abgenommen. Daher – ganz deutlich – simulieren ist kein Kavaliersdelikt, schon gar keine sportliche Disziplin!