Archiv der Kategorie: ganz ernst

Zu den Waffen, Verbraucher!

Die Spatzen können es leider nicht mehr von den Dächern pfeifen, wie Monsanto gemeinsam mit willfährigen Politikern und einer ausschließlich am kurzfristigen Gewinn orientierten
Landwirtschaft die Umwelt zerstören – die haben diese
schon vorher zur Strecke gebracht.

Bauern haben ihre „Schläue“ verloren, der Zins für ungehemmtes Wachstum patentierter Gen-Pflanzen ist der totale Verlust an
Empathie für Natur und Umwelt. Die Säge für den Ast, auf dem
sie sitzen, ist von der Marke „PostSintFlut“.

Ein kleines Beispiel gefällig? Ein Kubikmeter unbelasteten fruchtbaren Bodens enthält mehr Kleinlebewesen und Mikroorganismen als Menschen auf der Erde leben. Der gleiche mit Glyphosat und seinen Brüdern behandelte Boden ist biologisch tot! Das sollte doch bitte zum Grundwissen eines Landwirts und all derer gehören, die im weitesten Sinne mit Landwirtschaft zu tun haben.
Oh ja, ich höre sie schon, die da jetzt schreien, dass man das ja nur macht, um die Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen oder das noch perversere Argument, der Verbraucher wolle ja alles billig. Das ist ja das gute Recht des Verbrauchers. Warum soll er sozialer handeln, als die Agrar- und chemische Industrie, die so üppig verdienen. Oder habe ich übersehen, dass die ihre ganzen Gewinne für gemeinnützige Zwecke stiften?

Allerdings hat der Verbraucher sehr wohl eine Waffe gegen diese Umweltterrorristen – er kann ihnen die Rote Karte zeigen, seine einzige, aber wirkungsvolle Waffe, sich und seine Nachkommen zu schützen. Leider weiß er noch nicht, dass er bewaffnet ist und dass diese Waffe von vielen gleichzeitig bedient werden muss.

…der Herr von Größenwahn

Da sitzt am Bosporus der böse Herr von Größenwahn,
Ist ganz, ganz schnell beleidigt wie ’ne Leberwurst.
Er träumt von einem Reich wie das von Dschingis Kahn,
Getrieben wird er nur von Macht- und Rachedurst.

Wird er kritisiert, fängt er an zu sabbern und zu fluchen,
Da spuckt er rum in seinem Tausendzimmerhaus,
Da kann ein jeder nur ganz schnell das Weite suchen,
Der dreht dann durch, man denkt, der vögelt glatt ’ne Maus!

Er liebt die Tiere, vor allem Schafe, mehr als Menschen,
Denn diese gehorchen einem Hammel ohne Grund,
Folter und Zensur geh’n ihm ganz leicht vom Händchen,
Ein falsches Wort, Du bist im Knast zur selben Stund!

Er mag die Tanzbär’n oder Menschen mit ’nem Nasenring,
Führt sie voll Inbrunst doch so gerne an der Nase rum.
Fairness und gar Anstand sind wirklich nicht sein Ding,
Das weiß man längst, doch geht gelassen weiter mit ihm um.

Es ist jetzt Zeit, dass man ihn in seine Schranken weist,
Den Herrn von Größenwahn in seinem Übermut.
Einer, der da handelt als sei er doch schon frühvergreist,
Tut weder seinem Volk noch dessen Nachbarn gut.

Noch eins, man macht sich nicht gemein mit den Despoten,
In keinem Fall, wenn man ein echter Demokrat sein will.
Da gibt es nichts, ja gar nichts, irgendwie noch auszuloten,
Da bezieht man Stellung und hält den Mund nicht still.

…was hast Du nur getan, Du böser, böser Böhmermann?

Es ist schon wichtiger, sich um die Kummerfalten eines türkischen Gesäßantlitzes zu sorgen, das in seiner Paraderolle als beleidigte Leberwurst sich auch noch um die Fleischzusammensetzung dieser Wurst kümmern muss, als um die Kunst- und Meinungsfreiheit hierzuland. Mich wundert übrigens auch, dass ich zu dem Böhmermann-Gedicht den Begriff „entartet“ noch gar nicht lesen konnte!

DA HAT ER RECHT!

HEINER GEISSLER: Zugleich machte er die CSU für das Erstarken der AfD vor den Landtagswahlen mitverantwortlich. Geißler rügte: „Mit ihrer Fundamentalkritik liefert die CSU-Führung den Rechtsradikalen und AfD und Pegida die Stichworte für ihre Angstkampagnen und versetzt viele im Volk in Panik. Das ist unverantwortlich und schädigt das Ansehen Deutschlands in der Welt“.

DA HAT ER RECHT!

Der Wind ist zornig!

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Was will der Wind mir erzählen,
Der hier so durch die Linden rauscht?
Ich höre Geschichten vom Quälen,
Ich frag mich, ob ihm noch sonst einer lauscht?

Ich höre Geschichten von Männern und Frau’n,
Die nun so ganz, ganz weit weg von Zuhaus.
Sie hatten keine Chance, mussten jedem vertrau’n,
Denn sie und ihre Kinder wollten nicht, sie mussten da raus.

Der Wind erzählt mir Geschichten von Kindern,
Deren Nachtlied mit Gewehren gespielt.
Niemand konnte oder wollte ihr Leiden verhindern,
Nicht mal, als eines tot an den Strand gespült!

Es säuselt im Wind von betroffenen Reden,
Es wird versprochen und doch nichts gehalten.
Da draußen im Meer kämpfen Menschen ums Leben,
Hier dreht man sich um, ‘s bleibt alles beim Alten!

Es wird der Wind zornig, aus Ihm wird ein Sturm,
Der Sturm leidender Kinder, Männer und Frau’n.
Oh Gott, Europäer, kommt runter vom Turm,
Wie kann man bei so viel Leid tatenlos schau’n?

Lasst uns wieder aufsteh’n!

Che Guevara

Was haben wir geredet und nächtelang gestritten,
Wir träumten damals von ’ner andren Welt.
Von einer einz’gen und nicht ’ner zweiten oder dritten,
Von einer, die friedlich ist und die zusammen hält.

Was ist aus dieser Erde und unsern Träumen nur geworden?
Unsre heile Welt ist heute weiter weg als wir damals je gedacht,
Überall nur Flucht und Leid und Elend gar bis hin zum Morden,
Verdammt noch mal, dafür ist diese uns’re Erde nicht gemacht!

Lasst uns wieder aufsteh’n und noch mal auf die Straßen ziehn,
Lasst uns noch mal zeigen, wir machen das nicht mit!
Lasst uns wieder solidarisch sein, nicht ins Private flieh’n,
Lasst uns noch mal zeigen, uns’re Herzen, uns’re Köpfe sind noch fit!

Wir haben uns einlullen lassen, wir achtunsechz’ger Generation,
Unsern Kindern nicht mehr vorgelebt, wie man doch brennen muss.
Aus falschen Zielen und Bequemlichkeit entsteht nur Resignation,
Mit dicken Bäuchen denkt man nicht, erst recht nicht bis zum Schluss!