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Menschenwürde!

Die Würde des – aller – Menschen ist unantastbar. Das beinhaltet auch, dass JEDER zunächst einen Anspruch auf Respekt und Höflichkeit hat. JEDER entscheidet durch sein Tun und Handeln und nicht zuletzt sein Denken und sein Sprechen darüber, ob es dabei bleibt!
Die Würde allerdings ist so allumfassend, dass auch der, der sich der Würde als unwürdig erweist, diese niemals verlieren kann!

Mein Nichtglaubens-Bekenntnis

...ich glaube nicht, dass Grenzen eine göttliche Schöpfung sind!

…ich glaube nicht, dass man aus dem Glück, hier geboren zu sein, das Recht ableiten kann, anderen das „Hier sein“ zu verwehren!

…ich glaube nicht, dass es im Anspruch auf die Menschenwürde irgendeinen Unterschied zwischen Frau und Mann, zwischen den Hautfarben, den sexuellen Orientierungen, der Religionszugehörigkeit oder den politischen Einstellungen gibt!

…ich glaube nicht, das es irgendeinen Grund gibt, Menschen die Hilfe zu verweigern, die man geben kann!

…ich glaube nicht, dass dieses Land ärmer wird, weil Flüchtlinge und Asylbewerber zu uns kommen!

…ich glaube nicht, dass die derzeitige Politik des christlichen Abendlandes die Bezeichnung „christlich“ auch nur im Ansatz zu Recht führt!

…ich glaube nicht, dass heutige Politiker in der Lage sind, Probleme von Grund auf ehrlich und ohne taktische Winkelzüge zu bewerten!

…ich glaube nicht, dass man einem seltsamen Teil der deutschen Gesellschaft die Werte der Aufklärung und des Humanismus nahebringen kann!

…ich glaube nicht, dass wir heute das Recht haben, die Welt von morgen auszubeuten!

…ich glaube nicht, dass dass es irgendeinen Gott gibt, der einen Menschen geschaffen hat, der uns das „wirklich Wahre“ vermitteln kann! (Abgesehen davon, dass sich eine solche Gottheit ja selbst da absurdum führen würde)

…ich glaube nicht, dass wir dazu auf der Welt sind, uns die Erde untertan zu machen!

Ich hoffe, dass die Ungläubigen zunehmen und die Wissenden sich vermehren!

von einem, der zuhause sitzt…

Der Blick geht weit und findet keine Grenzen,
Es ist die Sehnsucht, die ihn schweifen lässt,
Da hinterm Horizont such ich die Sentenzen
Für Ziele, die ich noch erreichen möcht.

Einhand, am besten, losgelöst von allem,
Den Blick nach vorn, ein Skipper schaut nicht mehr zurück,
Erträum ich mir, an die Gestade noch zu fallen,
Wo man sich umsieht, staunt und weint vor Glück!

Zu bleiben, weil man ist, nicht muss,
Doch die Leinen immer nur auf Slip gelegt,
Offen bleiben, stark auch gegen eigenen Verdruss,
Und immer wieder wagen einen neuen Weg.

So sitz ich hier zuhaus in meinem Sessel,
Die Gedanken schweifen übers weite Meer,
Allein, die Träume sind’s und lösen mir die Fessel
In meinem Kopf, ohn‘ die ich sehr viel ärmer wär.

Der eingebildete Kranke

Simulieren ist kein Kavaliersdelikt!

Es gibt Formen von physischen und psychischen Krankheiten, die sehr schwer zu diagnostizieren sind. Die wirklich Betroffenen leiden, teilweise auch eben deshalb, weil ihre Krankheit als Einbildung angesehen wird, teilweise, weil es für Außenstehende nicht nachvollziehbar ist.

Allerdings ist es auch gerade das teuflische bei derartigen Krankheiten, dass sich, eben wegen der sehr schwierigen Diagnose, manche Zeitgenossen und Zeitgenossinnen sich diese einfach „zulegen“ ohne wirklich betroffen zu sein. Da gibt es Leute, die in psychiatrischer Behandlung befinden, weil sie angeblich in keinen Supermarkt mehr gehen können, lassen aber keine Party aus. Da klagen Menschen über Rheuma und Fibromyalgie und brüsten sich damit, wie sie auf diese Art zu einer Berufsunfähigkeitsrente gekommen sind.

Das ist eben auch der Fluch des Internets: Man kann sich für jede Krankheit die Symptome anlesen. Wie glücklich wär Molieres „eingebildeter Kranker“ gewesen, hätte ihm dieses Instrument zur Verfügung gestanden. Und so gibt es derzeit im Gesundheitswesen immer mehr Scharlatane auf beiden Seiten. Die einen bieten nutzlose Mittel und Therapien an, um sich den Geldbeutel zu füllen und die anderen simulieren höchst gekonnt, um nicht arbeiten zu müssen.

Die Dummen sind wie immer die ehrlichen auf beiden Seiten. Ärzte und Therapeuten, die sich nach allen Kräften und dem ganzen Wissen ihrer Berufe mühen und wirklich Betroffene, die wegen solcher Eskapaden unter anderem lange auf einen dringend benötigten Therapieplatz warten müssen. Und, was mindestens genauso schlimm ist, den wirklich Leidenden wird ihre Krankheit oft nicht mehr abgenommen. Daher – ganz deutlich – simulieren ist kein Kavaliersdelikt, schon gar keine sportliche Disziplin!