Archiv der Kategorie: nicht ganz ernst

Lesekompetenz?

Ich muss ja keine Angst haben, können ja nicht so viele lesen (verstehen?)

Jeder fünfte Schüler in Deutschland kann nach Abschluss der Grundschule nicht richtig oder gar kaum lesen! Eigentlich müssten bei solch einem Ergebnis sämtliche Bildungspolitiker dieses Landes zurücktreten.

Eines der reichsten Länder der Erde erlaubt sich solch ein niederschmetterndes Ergebnis und – man geht mal wieder zur Tagesordnung über.

47 Staaten nehmen teil, Deutschland liegt auf Platz 28 (in Worten für die, die lesen können: achtundzwanzig!). Weit vor Deutschland liegen Länder wie Bulgarien, Macau, Taiwan, Polen, Ungarn und eben zweiundzwanzig andere. Die selbsternannte europäische Führungsmacht liegt unter EU-Durchschnitt.

Schlimm dabei auch, aber nicht mehr verwunderlich, dass die Ergebnisse natürlich auch die immer mehr auseinander klaffende Schere zwischen Einkommens- und Bildungsbesitzern und der immer größer werdenden Zahl der Sozialverlierer widerspiegeln. Aber keine Angst, auch das wird nicht zu schlaflosen Nächten in wohltemperierten Betten führen.
Letztendlich ist aber auch das nur ein Beispiel dafür, dass Politik heute nur noch auf kurzfristige Erfolge aus ist – sie unterscheidet sich nicht mehr von einer quartalszahlhörigen Wirtschaft. Eine Gesellschaft und Wirtschaft, die den einzigen Rohstoff, über den sie verfügt, einfach verrotten lässt, steuert sehenden Auges auf ihren Untergang zu – okay, ein paar unserer Führungskräfte werden sich vorher vom von ihnen ausgelaugten Acker machen!

Neue Bücher

 


VK-Titel_FB etcVK-Titel_FB etc VK-Titel_FB etcWir sollen aufsteh’n
fordert Bernd Thye in seinem neusten Buch. Aufsteh’n, um was zu tun? Um aktiv zu werden, zu rebellieren, zu helfen, beizustehen, zu begleiten, nachdenklich, sportlich, fröhlich zu werden?

Die Antworten muss der Leser selbst finden, Gedankenanstöße gibt der Autor genügend. „Denk mal drüber nach“ fordert er uns immer wieder auf. Es geht um Gefühle, Sehnsüchte, Begegnungen, Liebe, Trauer, Freuden. Es geht also um alles, was das Leben eines jeden Menschen spannend und gelegentlich schwierig macht.

Da ist für jeden etwas dabei, es lohnt sich, das Buch von Bernd Thye zu lesen! Aber dafür sollte man sich doch besser wieder hinsetzen!

Ulrike Horstmann

Die weiche Eiche

Es war mal eine Eiche,
Eine harte, keine weiche,
Hatte Sommers viele Bätter,
Winters gibt’s dafür kein Wetter!

Die Eiche war schon alt,
Stand alleine, nicht im Wald.
Nein, stand mitten auf’m Acker,
Hielt sich, trotz des Alters, wacker.

Sie hatte einen in der Krone,
Einen Vogel, der da bei ihr wohne.
Da nahm der Vogel sich ein Vögelein,
Die Eiche fand das sehr gemein.

Sie stand allein in weiter Flur
Und hatte diesen Vogel nur.
Der hat bisher umsonst gewohnt,
Hat sich für sie wohl nicht gelohnt.

Jetzt sinnt sie über Rache nach,
Will diesem Vogel Ungemach.
Der hat sie doch belogen,
Die ganze Zeit betrogen.

Behauptet, dass er Single sei,
Und nur noch für die Eiche frei.
Da kommt ein buntes Vögelein
Und der Baum ist wieder mal allein!

„Das wirst Du mir jetzt büßen“,
Schüttelt, ohne ihn zu grüßen,
Den Vogel aus dem Baum hinaus,
Und so geht die Geschichte aus!

Nun ist die Eiche wieder frei,
Grämt sich ein bisschen, einerlei,
„Ich werd‘ ein bisschen warten,
Es gibt so viele Vogelarten.“

Die Geschichte fängt von vorne an,
Denn die Eiche denkt so dann und wann,
„Ich hätt so gern in meiner Krone,
Einen bunten Vogel, der da wohne!“

Und da seh’n wir unsere Eiche,
Sie ist nicht hart, sie ist ’ne weiche.
Denn drinnen fühlt sich’s anders an,
Als man von draußen sehen kann.

Durchschnittlich 92% aller Hunde stottern.

Erschreckendes Untersuchungsergebnis!
Durchschnittlich 92% aller Hunde stottern.
Eine Langzeitstudie des Caniden-Instituts der Universität Leicester brachte ein geradezu erschreckendes Ergebnis zutage. Die Forscher stellten in ihrer auf sechs Jahre angelegten weltweiten Studie fest, dass über 90% aller Hunde stottern.

Man hatte diese Studie begonnen, um einer immer häufiger und breit um sich greifenden Kommunikationsstörung unter Hunden auf die Spur zu kommen.

Eher zufällig kam einer der Forscher, der Verhaltensbiologe Professor Dr. Thomas Faithless, auf diese Fährte. Er lernte per Zufall während eines Kurzurlaubs in den Highlands einen schottischen Schäfer kennen, der über die Fähigkeit verfügt, Hundelaute extrem differenziert wahrzunehmen. Ian McPoodle, so heißt der schottische Schäfer, hat eine ausgesprochen seltene Begabung, die im Schnitt 1,4 mal unter einer Million Menschen vorkommt. Diese Menschen sind auf Grund einer eigentlich degenerativen Störung in der Lage, Hunde-, und zum Teil auch Katzenlaute, in ihrem gesamten Spektrum wahrzunehmen und zu analysieren.

Dr. Faithless beobachtete mehr zufällig, wie McPoodle mit seinem Hund in merkwürdig anmutenden Lauten kommunizierte oder eigentlich mehr übte. Ihn erinnerte das ein wenig an die logopädischen Übungen, die er bei seinem an einer Sprachbehinderung leidenden Neffen erlebt hatte und sprach McPoodle höchst interessiert darauf an.

Der oft wegen seines seltsamen Umgangs mit den Hunden belächelte McPoodle war zu Beginn nur sehr zögerlich bereit, Faithless über sein Tun aufzuklären und es kostete den guten Professor mehrere Flaschen guten Single Malts, dem Schotten die Zunge zu lösen.

Was er dann allerdings zu hören bekam, brachte seines bisherigen Kenntnisstand über tierische Kommunikation doch so sehr durcheinander, dass er nach der Rückkehr an sein Institut nach Leicester sofort eine Forschungsgruppe zusammenstellte.

Dr. Faithless hatte von McPoodle von einem bisher völlig unbekanntem aber gravierenden Kommunikationsproblem unter Hunden erfahren: der bei weitem größte Anteil der Hunde stottert und das für den Menschen unerkennbar. Das mag auf den ersten Blick seltsam erscheinen, stellt aber die Betroffenen zum Teil vor unüberwindbare Hürden. In der intercanidischen Kommunkation kommt es dadurch zu erheblichen Verständigungsschwierigkeiten mit Auswirkungen auf das komplette soziale Leben der Hunde. Neueste Erkenntisse sprechen gar vom „dog-burn-out“, wobei Faithless nach den ersten Auswertungen seiner Studie so weit noch nicht gehen will.

Das ganz große Problem war zu Beginn der Forschung, die unter anderem von einem ehemaligen amerikanischen Boxprofi und Hundefreund mit einer großzügigen Spende unterstützt wurde, geeignete Menschen zu finden, die diese Untersuchungen überhaupt durchführen konnten.

Wie schon erwähnt, sind nur 1,4 von einer Million Einwohnern dazu in der Lage, erstaunlicherweise auch noch mehr Männer als Frauen. Es hat nahezu zehn Monate gedauert, bis man ein so großes Team zusammen hatte, dass man nach erarbeitetem Studien-Design eine randomisierte Studie aufzustellen in der Lage sein würde.

Es war von vornherein klar, dass man diese Untersuchung über vokal-canidische Dissonanzen weltweit durchführen musste, um auch kulturelle und idiomatische Unterschiede berücksichtigen zu können. So spielt es unter anderem eine Rolle, dass der Hund etwa in Australien kein indigenes Tier ist und seine dortige Sprachentwicklung als abgespalten betrachtet werden muss.

Da es die Kapazitäten des Forscherteams gesprengt hätte, alle weltweit gesammelten Daten gleichzeitig auszuwerten, hat man sich zunächst auf Europa beschränkt und auch hier wiederum auf den romanisch-germanischen Sprachbereich, um möglichst differenziert auswerten zu können. Erstaunlicherweise gibt es hier deutliche Unterschiede zwischen einzelnen Ländern und Regionen. Die geringsten canidischen Vocal-Dissonanzen wurden im Bereich des ursprünglich keltischen Sprachraums, also in der Bretagne, Irland, Schottland, den Hebriden und auf den Azoren festgestellt. „Nur“ ca. 72% der untersuchten animalischen Probanden litten an der Störung. Auch die skandinavischen Länder Norwegen und Schweden lagen mit 74 bzw. 75% am unteren Ende der Skala.

Extreme Werte von fast 100% ergab die Untersuchung in urbanen Ballungsräumen, wie London, Barcelona, Paris, München und Berlin. Erstaunlich in diesem Zusammenhang der geradezu „skandinavisch“ niedrige Wert in Hamburg von 76%.

Die Forscher interpretieren aus diesen Unterschieden einen anthropogen angeregten soziokulturellen Einfluss, abhängig vom jeweiligen Domestizierungsgrad.

Leider, so stellten die Forscher unter der Leitung von Prof. Dr. Faithless bei ihrer Pressekonferenz, die sie McPoodle zuliebe im schottischen Aberdeen abhielten, fest, würden die Konsequenzen aus ihren Forschungsergebnissen nur sehr langsam und nur mit ungenügendem Fachwissen im canidischen Alltag auf Widerhall stoßen. Natürlich bedürfe es dazu ausgebildeter Hundelogopäden, von denen es aber wegen der notwendigen natürlichen Veranlagung bzw. degenerativen Erscheinung immer zu wenige geben würde.

Wirklichen Hundeliebhabern, die sich inzwischen dieser Problematik bewusst sind und die mit ihren Tieren, die vordergründig betrachtet alle glücklich sind, leiden, rufen die ersten Selbsthilfegruppen ins Leben.

Der Meller Marketingfachmann und Journalist Bernd Thye, der zu den 1,4% infrage kommenden Menschen gehört, die diese Störung erkennen können, war von Anfang an an der Untersuchung beteiligt und hatte das große Glück, sich von McPoodle in die Geheimnisse der Caniden-Kommunikation einweihen zu lassen. Mehrere Schulungs-Aufenthalte in den schottischen Bergen und die hohe Sensibilität, die ihm McPoodle auch in Aberdeen attestierte, befähigen ihn heute, als einer der gesuchten Hunde-Logopäden zu arbeiten. Thye hat sich entschlossen, in Melle die erste hundelogopädische Praxis in Deutschland zu eröffnen.

Da schon jetzt abzusehen ist, dass der Bedarf extrem sein wird, können Sprechstunden nur nach terminlicher Absprache stattfinden. Der Caniden-Kommunikationsexperte sucht dringend einen Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin als Unterstützung und/oder Praxispartner. Die Behandlung geschieht zunächst in Einzelsitzungen bzw. -liegungen auf Infrarot angeregten Therapie-Liars, um dann später in eine gruppendynamisch exponierte Interaktion überführt zu werden.
Die Behandlungen werden als IGeL-Leistung nach Zeit abgerechnet. Wegen der hochkomplexen Behandlungsform wird ein Stundenhonorar von 1.237,89 € erwartet.
Erste große Erfolge konnte Thye bei einem walisischem Rentnerpaar und dessen Corgy erzielen, dessen Störung nach unzähligen und langen Sitzungen auf den gemeinsamen Stammbaum mit den Corgies der britischen Königin zurückzuführen waren. Hier konnte, u.a. mit zusätzlicher Hilfe eines Druiden von den Farœr-Inseln, eine interaktiv glänzend funktionierende Mikrosozialisation auf canidisch-antropogener Basis erarbeitet werden.

EPP – innovative Technik aus den USA

Amerikanischer Motorradhersteller, der bekannt ist für seine überaus lauten technischen Anachronismen, kommt jetzt mit einer Innovation auf den Markt, die den Betreibern dieser von manchen auch als Ersatzhirne benutzen Vehikel ein großes Problem vermeiden hilft: die ewigen Spermaflecken. Nach dem Prinzip der elektrischen Melkmaschine arbeitend, gibt es diese kompakte Anlage als Nachrüstsatz für alle Modelle des Unternehmens, den Ejakulator Praecox Primo, kurz EPP. Mit den Aufnahmegrößen Micro und Mini glaubt man in Cincinnati auch, 96% der Betreiber bedienen zu können.

Besonders stolz sind die Ingenieure, dass es ihnen gelungen ist, die für diese Zwecke wegen ihrer hohen Effizienz besten geeigneten Emissionen für die sofortige Euthanasie der männlichen Fortpflanzungspartikelchen zu nutzen, dass also kein weiterer Schaden durch sie entstehen kann.
Die stolzen Nutzer dieser innovativen Technik des EPP müssen nun auch nicht mehr wegen unliebsamer Flecken in fragende Gesichter schauen, bzw. sind sie nicht weiterhin durch die sichtbaren Ergüsse ihrer hochzivilisierten Soundorgien dem von Unverständnis geprägten Kopfschütteln ihrer Mitbürger nach der Beendigung ihres orgiastischen phonetischen Treibens ausgesetzt.

Stroh der Qualität arisch blond

Pfiffiger niederländischer Landwirt erzielt große Gewinne mit der Entsorgung und der weiteren Nutzung von PEGIDA-Demonstrations-Abfall!

Sie sind uns mal wieder einen Schritt voraus, die Holländer. Ein holländischer Landwirt namens Kees van Clever aus Gouda, der es im eigenen Land wegen Herrn Wilders vorübergehend ziemlich käse fand, wurde bei seiner Sightseeingtour durch Sachsen Zeuge eines überwältigenden Aufmarsches deutscher Intelligenz in Form einer Pegida-Demonstration in Dresden. Überrascht hat ihn allerdings am meisten, was nach dieser Veranstaltung deutschen Geistes übrig geblieben ist – jede Menge virtuelles Stroh!
Der pfiffige Holländer besorgte sich umgehend bei der ahnungslosen und mit geistigem Müll nicht so vertrauten Dresdener Stadtverwaltung die Genehmigung zum Einsammeln dieser überaus reichlich vorhandenen virtuellen Reste einer sich für kompetent haltenden Geisteshaltung.
Es war ihm zuvor in Holland schon gelungen, eine Anlage zu entwickeln, die das virtuelle Stroh des Herrn Wilders in reales Stroh umzuwandeln in der Lage war, die aber wegen zu geringem Aufkommen und zu niedriger Qualität nicht rentabel betrieben werden konnte.
Hier in Dresden aber fand Mijnher van Clever nun ausreichend Rohstoff in der gesuchten Qualität arisch blond, um daraus in entsprechenden Mengen eine Stalleinstreu zu produzieren, auf der Scheiße bestens gedeiht!

Temperaturadäquate Intelligenz

Neueste Forschungen belegen, dass bei vielen Rechtsradikalen der IQ etwa dem der jeweiligen Außentemperatur entspricht. Anhänger der ehemaligen SS-Organisation Lebensborn erwägen nun, geeignete Pärchen mit rechter Gesinnung zwecks Fortpflanzungsaufenthalt in einer Art Kinderlandverschickung in der Antarktis unterzubringen. Der Hintergrund ist, dass einem findigen rechten Mathematiker nach 12-jährigem Grundschulbesuch der bekannten Grundsatz von minus mal minus gleich plus untergekommen ist. So erhofft man sich bei diesem biologischen Experiment,
das bei Durchschnittstemperaturen von -30 bis -40 Grad C stattfinden wird,
quasi eine Verdoppelung der eingesetzten temperaturadäquaten Intelligenz und
rechnet so bei der hier zu züchtenden Herrenrasse mit einem IQ von 60 bis 80,
was zumindest dem eines gut dressierten deutschen Schäferhundes nahe käme.
Bewusst haben sich die Initiatoren für die Antarktis entschieden, da erstens mit
konstanter Temperatur zu rechnen ist im Gegensatz zum heimischen unsteten
Sommer und weil andererseits wegen geringen Population auch Vermischungen
mit andersartigen so gut wie ausgeschlossen sind

Pegida Anhänger gedemütigt

PEGIDA Anhänger gedemütigt.

An der A2 kurz hinter Bad Eilsen sollen eine Reihe verstörter Pegida-Anhänger weinend herumsitzen. Psychisch schon sehr angeknackst durch den für sie doch ach so frustrierenden Aufenthat im bunten Bielefeld, wo sie ihre Mission der Abendlandsrettung auch nicht im Ansatz beginnen konnten, suchten sie Trost bei einer stählernen Leitplanke der BAB 2, die ihnen – allerdings relativ gefühllos – ein paar Sitzplätze überließ. Doch eine erneute Schmach ließ nicht lange auf sich warten. Wieder mussten sie sich demütigen lassen! Vorbeifahrende Flüchtlinge warfen ihnen aus ihren Luxuskarossen heraus einige nicht mehr ganz frische Butterbrote zu. Als besonders schlimm wurde es empfunden, dass es sich dabei auch noch um orientalisches Fladenbrot handelte. Ein mit germanischen Befindlichkeiten und abendländischen Neurosen vertrauter Druide ist bereits zur psychologischen Notfallversorgung unterwegs.
Ernsthafte Sorgen machen sich indessen die Sicherheitskräfte, da die mittelantarktische Pinguin-Befreiungs-Front (PBF) mit dem überfrieren der Häuser von Sprechern der PEGIDA gedroht hat. Sollte es also zu lokal begrenzten Kälteeinbrüchen kommen, sind die Ordnungskräfte umgehend zu verständigen. Trotz der prekären Bedrohungslage ist man allerdings guten Mutes, einem solchen Anschlag angemessen begegnen zu können. Die Kollegen der britischen Hauptstadt sind – gegen die Zusage, dafür aus der EU entlassen zu werden – bereit, ihren Tower zur Verfügung zu stellen.

 

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