Mein Nichtglaubens-Bekenntnis

...ich glaube nicht, dass Grenzen eine göttliche Schöpfung sind!

…ich glaube nicht, dass man aus dem Glück, hier geboren zu sein, das Recht ableiten kann, anderen das „Hier sein“ zu verwehren!

…ich glaube nicht, dass es im Anspruch auf die Menschenwürde irgendeinen Unterschied zwischen Frau und Mann, zwischen den Hautfarben, den sexuellen Orientierungen, der Religionszugehörigkeit oder den politischen Einstellungen gibt!

…ich glaube nicht, das es irgendeinen Grund gibt, Menschen die Hilfe zu verweigern, die man geben kann!

…ich glaube nicht, dass dieses Land ärmer wird, weil Flüchtlinge und Asylbewerber zu uns kommen!

…ich glaube nicht, dass die derzeitige Politik des christlichen Abendlandes die Bezeichnung „christlich“ auch nur im Ansatz zu Recht führt!

…ich glaube nicht, dass heutige Politiker in der Lage sind, Probleme von Grund auf ehrlich und ohne taktische Winkelzüge zu bewerten!

…ich glaube nicht, dass man einem seltsamen Teil der deutschen Gesellschaft die Werte der Aufklärung und des Humanismus nahebringen kann!

…ich glaube nicht, dass wir heute das Recht haben, die Welt von morgen auszubeuten!

…ich glaube nicht, dass dass es irgendeinen Gott gibt, der einen Menschen geschaffen hat, der uns das „wirklich Wahre“ vermitteln kann! (Abgesehen davon, dass sich eine solche Gottheit ja selbst da absurdum führen würde)

…ich glaube nicht, dass wir dazu auf der Welt sind, uns die Erde untertan zu machen!

Ich hoffe, dass die Ungläubigen zunehmen und die Wissenden sich vermehren!

von einem, der zuhause sitzt…

Der Blick geht weit und findet keine Grenzen,
Es ist die Sehnsucht, die ihn schweifen lässt,
Da hinterm Horizont such ich die Sentenzen
Für Ziele, die ich noch erreichen möcht.

Einhand, am besten, losgelöst von allem,
Den Blick nach vorn, ein Skipper schaut nicht mehr zurück,
Erträum ich mir, an die Gestade noch zu fallen,
Wo man sich umsieht, staunt und weint vor Glück!

Zu bleiben, weil man ist, nicht muss,
Doch die Leinen immer nur auf Slip gelegt,
Offen bleiben, stark auch gegen eigenen Verdruss,
Und immer wieder wagen einen neuen Weg.

So sitz ich hier zuhaus in meinem Sessel,
Die Gedanken schweifen übers weite Meer,
Allein, die Träume sind’s und lösen mir die Fessel
In meinem Kopf, ohn‘ die ich sehr viel ärmer wär.

EPP – innovative Technik aus den USA

Amerikanischer Motorradhersteller, der bekannt ist für seine überaus lauten technischen Anachronismen, kommt jetzt mit einer Innovation auf den Markt, die den Betreibern dieser von manchen auch als Ersatzhirne benutzen Vehikel ein großes Problem vermeiden hilft: die ewigen Spermaflecken. Nach dem Prinzip der elektrischen Melkmaschine arbeitend, gibt es diese kompakte Anlage als Nachrüstsatz für alle Modelle des Unternehmens, den Ejakulator Praecox Primo, kurz EPP. Mit den Aufnahmegrößen Micro und Mini glaubt man in Cincinnati auch, 96% der Betreiber bedienen zu können.

Besonders stolz sind die Ingenieure, dass es ihnen gelungen ist, die für diese Zwecke wegen ihrer hohen Effizienz besten geeigneten Emissionen für die sofortige Euthanasie der männlichen Fortpflanzungspartikelchen zu nutzen, dass also kein weiterer Schaden durch sie entstehen kann.
Die stolzen Nutzer dieser innovativen Technik des EPP müssen nun auch nicht mehr wegen unliebsamer Flecken in fragende Gesichter schauen, bzw. sind sie nicht weiterhin durch die sichtbaren Ergüsse ihrer hochzivilisierten Soundorgien dem von Unverständnis geprägten Kopfschütteln ihrer Mitbürger nach der Beendigung ihres orgiastischen phonetischen Treibens ausgesetzt.

Innovation zur Energiewende

Buer, dieser auf den ersten Blick verträumte kleine Ort am Südhang des Wiehengebirges, entpuppt sich erneut als Wiege grandioser Ideen. Wurde hier erst vor einiger Zeit das Kamelshampoo auf Basis von Kiefernkernholz entwickelt, so wartet jetzt ein anderer Tüftler mit einer Erfindung auf, die einerseits den Energiemarkt revolutionieren wird und die andererseits das Verhalten der Bevölkerung zum besten Freund des Menschen nachhaltig positiv verändern wird.

Felix Findig, so der Name des ambitionierten Tüftlers, entwickelte den Hundeschwanzwackelgenerator, kurz HSWG. Der HSWG, zwischenzeitlich zur Serienreife entwickelt, nutzt die bisher unbenutzte und auch gar nicht beachtete kinetische Energie der sich freudig erregt bewegenden Ruten unserer „besten Freunde“.

Findig hatte sich selbst da keine einfache Aufgabe gestellt, da ja eine Reihe von Problemen zu lösen waren. Einerseits ist das Wackelverhalten schon nach Rasse, Größe, Stammbaum und weiteren Parametern sehr differenziert, andererseits über diese Eingruppierung hinaus bei jedem Hund noch individuell ausgeprägt.
Hier waren aber algorithmischen Auswertungen mit Hilfe von Google und Facebook ein probates Mittel, fünfzehn von Findig als Referenz-Matrices bezeichnete Basisparameter zu entwickeln, die es erlauben, den HSWG in den Ausführungen small, medium und large differenziert an individuelles Wackelverhalten anzupassen.

Eine ausgeklügelte Mechanik, die, um die Caniden nicht zu irritieren, auch extrem leise arbeiten musste, war zu entwickeln und natürlich in miniaturisierter Bauweise auszuführen. Hier halfen Felix Findig seine ausgesprochen guten Kontakte nach Mittelerde, wo in auf Miniaturausführungen spezialisierten Unternehmen auch die Serienproduktion durchgeführt werden wird. Der HSWG ist somit nicht nur klein – wie oben schon erwähnt, gibt es drei Größen – sondern auch extrem leicht.

Darüberhinaus war es natürlich ein Ziel des Erfinders, einen Generator der höchsten Effizienzklasse zu entwickeln. Um die Freiheit der zukünftigen Energielieferanten – nur ein glücklicher Hund wackelt – nicht einzuschränken, musste natürlich auch ein geeignetes Speichermedium gefunden werden. Aber Findig wäre nicht Findig, wenn er nicht auch hier fündig geworden wäre. Auf Basis einer von einem weiteren Bueraner Unternehmen für gesundheitliche Zwecke eingesetzten Turmalin-Titan-Matrix wurde gemeinsam eine Speicherfolie entwickelt, die aller Voraussicht nach auch den Batteriemarkt revolutionieren wird.

Eingebettet in ein Hundewohlfühlhalsband ist der fibio-TTM-Speicher das letzte Glied in der Kette eines von Findig auch gerne als Bio-Generator bezeichneten Energiesystems. Um ein mal die Leistungsfähigkeit des HSWG zu verdeutlichen: 1 Stunde Spazierengehen und zwei Leckerlis reichen, um ein Handy aufzuladen. Bei einer Stunde Agility kann man schon ein Laptop betreiben, immer vorausgesetzt, der Hund fühlt sich wohl und wackelt.

So kommen wir auch zum Sekundärnutzen des HSWG. Nur ein glücklicher und zufriedener Hund wackelt und gibt Strom. Das bedeutet, dass der Hund bestens behandelt werden will, soll er gut funktionieren. Es liegt also im ureigensten Interesse des HSWG-Betreibers, seinen Hund gut zu behandeln. Umfangreiche Tests haben beispielsweise ergeben, dass von einem gestreichelten Dackel eine höhere Energieausbeute zu erwarten ist als von einem gleichgültig behandelten Leonberger!

Den kompletten HSWG mit Hundewohlfühlhalsband – HWFHB – und fibio-TTM-Speicher gibt es in diversen Ausführungen (z.B. mit USB 3.0) in einer kompakten Box. Für Schiffshunde hat Felix Findig auch eine seewasserbeständige Ausführung in Planung. Hier gibt es aber noch ein paar Probleme zu lösen, da die extreme Empfindlichkeit des HSWG noch mit magnetischen Missweisungstoleranzen kollidiert. Aber Findig ist zuversichtlich, dieses Problem bis zur boot 2016 gelöst zu haben.

Wer das Vergnügen hat, Findig einmal bei seinen Erfindungsprozessen zu beobachten, wird feststellen, wie sehr der Mann unter Strom steht, unabhängig von seinen sieben permanent produzierenden Hunden, von denen der Chihuahua der kleinste und der Irische Wolfshund der größte ist. Er experimentiert auch schon mit einem Phono-Resonanz-Generator, mit dessen Hilfe er das Krähen von Hähnen in elektrische Energie umwandeln möchte, nicht zuletzt, um auch diesen leidenden Kreaturen dadurch eine höhere Wertschätzung und ein besseres Leben zu ermöglichen!

Die Lust oder Last mit dem Vorzimmern und Telefonzentralen!

Es ist schwierig, an ihnen vorbeizukommen, den Damen und manchmal auch den Herren in den Vorzimmern deutscher Unternehmensführungen. Gut, es ist ihre Aufgabe, zu selektieren und dafür zu sorgen, dass die Chefin oder der Chef nicht mit jeder „Kleinigkeit“ behelligt wird und etwa von unliebsamen Call-Center-Anrufen dubioser Finanzdienstleister verschont bleibt. Aber, sie sind immer auch der erste Eindruck des Unternehmens und sollten sich dessen häufiger bewusst sein. Jeder, der anruft, hat zunächst einmal den Anspruch auf Höflichkeit und Respekt.

Natürlich gibt es eine ganze Menge, meisten Frauen, weniger Männer, die es verstehen, ihr Unternehmen mit ausgesuchter Freundlichkeit zu präsentieren. Leider aber nehmen diejenigen immer mehr zu, denen man mit dieser Aufgabe zuviel Macht gegeben hat. Nachfrage nach dem Begehr ist etwas anderes als inquisitorisches Befragen. Anmaßende Beurteilungen über das Anliegen des Anrufers sind keine Seltenheit, eigenmächtige ablehnende Bescheide führen häufig zum Tod einer noch nicht begonnenen unter Umständen lukrativen Geschäftsbeziehung.

In Einzelhandelsunternehmen ist „Mysteri Shopping“ zur Beurteilung der Dienstleistungsqualität inzwischen gang und gäbe, „Mysteri Phoning“ wäre in vielen Unternehmen angebracht. Wissen die Entscheider wirklich, wie viele eventuell erfolgreiche Kontakte nie zustande gekommen sind, weil man am telefonischen Wachhund nicht vorbei gekommen ist? Wie groß mag die Anzahl der geplatzten Beziehungen sein, die noch immer lukrativ sein könnten, wenn dem Anrufer der notwendige Respekt gezollt worden wäre.

Nun ist das Problem der „Wachhundmentalität am Telefon“ beileibe keines, dass nur große Unternehmen betrifft. Sie finden diese heute in jeder Behörde, in der Arztpraxis, beim Anwalt oder Steuerberater ebenso wie in Person der Ehefrau des Handwerkers, der selbst gerade nicht zuhause ist. Vielleicht ist es an der Zeit, einmal darüber nachzudenken, dass Freundlichkeit gerade dann Sinn macht, wenn man sich nicht in die Augen schauen kann. Gott sei Dank weiß die weitaus größere Zahl derer, die andere Menschen am Telefon empfangen, sich guter Umgangsformen zu bedienen. Diejenigen aber, die meinen, das kleine Stückchen Macht, das man ihnen mit dieser Position gegeben hat, für ihr Ego ausnutzen zu müssen, sollten sich einmal Gedanken machen zu den „Bärendiensten“, die sie sich und ihrem Unternehmen erweisen. Fingerspitzengefühl und Sensibilität sind gefragte Eigenschaften – es muss nicht für jeden am anderen Ende der Leitung sofort die Sonne aufgehen, ein Gewittersturm darf es aber gar nicht sein!

Stroh der Qualität arisch blond

Pfiffiger niederländischer Landwirt erzielt große Gewinne mit der Entsorgung und der weiteren Nutzung von PEGIDA-Demonstrations-Abfall!

Sie sind uns mal wieder einen Schritt voraus, die Holländer. Ein holländischer Landwirt namens Kees van Clever aus Gouda, der es im eigenen Land wegen Herrn Wilders vorübergehend ziemlich käse fand, wurde bei seiner Sightseeingtour durch Sachsen Zeuge eines überwältigenden Aufmarsches deutscher Intelligenz in Form einer Pegida-Demonstration in Dresden. Überrascht hat ihn allerdings am meisten, was nach dieser Veranstaltung deutschen Geistes übrig geblieben ist – jede Menge virtuelles Stroh!
Der pfiffige Holländer besorgte sich umgehend bei der ahnungslosen und mit geistigem Müll nicht so vertrauten Dresdener Stadtverwaltung die Genehmigung zum Einsammeln dieser überaus reichlich vorhandenen virtuellen Reste einer sich für kompetent haltenden Geisteshaltung.
Es war ihm zuvor in Holland schon gelungen, eine Anlage zu entwickeln, die das virtuelle Stroh des Herrn Wilders in reales Stroh umzuwandeln in der Lage war, die aber wegen zu geringem Aufkommen und zu niedriger Qualität nicht rentabel betrieben werden konnte.
Hier in Dresden aber fand Mijnher van Clever nun ausreichend Rohstoff in der gesuchten Qualität arisch blond, um daraus in entsprechenden Mengen eine Stalleinstreu zu produzieren, auf der Scheiße bestens gedeiht!

Temperaturadäquate Intelligenz

Neueste Forschungen belegen, dass bei vielen Rechtsradikalen der IQ etwa dem der jeweiligen Außentemperatur entspricht. Anhänger der ehemaligen SS-Organisation Lebensborn erwägen nun, geeignete Pärchen mit rechter Gesinnung zwecks Fortpflanzungsaufenthalt in einer Art Kinderlandverschickung in der Antarktis unterzubringen. Der Hintergrund ist, dass einem findigen rechten Mathematiker nach 12-jährigem Grundschulbesuch der bekannten Grundsatz von minus mal minus gleich plus untergekommen ist. So erhofft man sich bei diesem biologischen Experiment,
das bei Durchschnittstemperaturen von -30 bis -40 Grad C stattfinden wird,
quasi eine Verdoppelung der eingesetzten temperaturadäquaten Intelligenz und
rechnet so bei der hier zu züchtenden Herrenrasse mit einem IQ von 60 bis 80,
was zumindest dem eines gut dressierten deutschen Schäferhundes nahe käme.
Bewusst haben sich die Initiatoren für die Antarktis entschieden, da erstens mit
konstanter Temperatur zu rechnen ist im Gegensatz zum heimischen unsteten
Sommer und weil andererseits wegen geringen Population auch Vermischungen
mit andersartigen so gut wie ausgeschlossen sind

Fragen über Fragen über Fragen

Fragt man sich doch, was an der Frage so fraglich ist, dass jedes Antwortpendant eine neue gebiert! Stellt sich die Frage schon deshalb in Frage, weil sie sich der Fraglichkeit ihres Ergebnisses ständig selbst erneuert? Ist die Frage danach, ob die Frage über die Frage nicht zum immerwährenden Perpetuum Mobile ihrerselbst mutiert, in sich schon fraglich? Beginnt die Infragestellung des Frageergebnisses schon mit Geburt der Frage und wird dadurch fraglich? Hat man sich zu fragen, ob eine Frage fragwürdig oder des Fragens würdig ist, bevor man darauf eine mehr als fragliche Antwort gibt, die zu neuen sehr fraglichen Fragen führt? Kommt gar die Fraglichkeit einer Frage in ihrer Permanenz deshalb dem Gedanken der Ewigkeit nahe, weil das Ergebnis der Frage nach beiden auf ewig fraglich bleibt? Fraglos ist doch auch das Hinterlassen von Fraglosigkeit die permanente Genesis von Fragen, mit und ohne Fragezeichen!?

Dillemma

Eines der großen Dillemmata unserer Zeit ist absolut nicht der Mangel an Gelegenheiten, günstigen Umständen oder hervorragenden Ideen, die motivierte Menschen zum handeln bewegen. Es ist vielmehr der Mangel an motivierten Menschen, die willens sind, Ge- legenheiten beim Schopf zu ergreifen, günstige Umstände zu erkennen und geniale Ideen zu realisieren!

…was ich noch zu sagen hätte!